Im Marktsegment "Tischleuchten" sollte eine neue hochwertige Siteco-Tischleuchte als "Image-Träger" auf Basis des verstellbaren - und von Siteco geschützten - "Maßband-Gestänges" für Niedervolt-Technik entwickelt werden.
Die Verkörperung von Leichtigkeit und Filigranität war dabei eines der wichtigsten Parameter in der Beurteilung der Gestaltungsqualität.


Im Marktsegment "Tischleuchten" sollte eine neue hochwertige Siteco-Tischleuchte als "Image-Träger" auf Basis des verstellbaren - und von Siteco geschützten - "Maßband-Gestänges" für Niedervolt-Technik entwickelt werden.
Die Verkörperung von Leichtigkeit und Filigranität war dabei eines der wichtigsten Parameter in der Beurteilung der Gestaltungsqualität.

Bringt man die Aufgabe der Entwicklung einer Tischleuchte in einen angemessenen Rahmen, so ist die Aufgabe viel differenzierter als die Aufgabe der Konzeption einer Beleuchtung für ein gesamtes Gebäude. Sind bei der Beleuchtung eines Gebäudes Faktoren des Tageslichtes und des Kunstlichtes, der Ökologie sowie die äußere Erscheinung zu bedenken, so muss bei der Entwicklung einer Tischleuchte, zumindest die tiefenpsychologische Wirkung betreffend, die gute alte Kerze als bench mark herangezogen werden.

Trotz jahrhundertelanger Optimierung ist das Grundprinzip einer Kerze immer noch das Gleiche. Die Schönheit und positive Wirkung ihres Lichtes ist noch heute archetypisches Merkmal und ruft positive Befindlichkeiten bei Menschen hervor. Den Anforderungen an moderne Tischbeleuchtungen halten heute Kerzen nicht mehr stand. Gleichwohl sind die menschlichen Reflexe zur Beurteilung des Lichtes und des Leuchtengebildes die gleichen geblieben. 

Da der Mensch früher noch viel stärker als heute an Dunkelheit gewöhnt war, ist es heutzutage die große Helligkeit und die Omnipräsenz von Beleuchtung, die uns das Gefühl geben, auf unsere Bedürfnisse würde nur übergeordnet und zentral eingewirkt. Aus diesem Grund lieben die arbeitenden Menschen Tischleuchten, weil sie neben dem meist "heimeligerem" Licht auch die Möglichkeit geben, dieses in mannigfaltiger Form  zu beeinflussen.

Der Ansatz für das Produktdesigns der METER-Leuchte war es, eine funktionale und schöne Leuchte zu entwickeln, die aber mehr als Designausdruck der Funktion und einer gewollten Form ist. Ziel war es, aus den vorgegebenen Haltesystemen eines Federbandarmes der Leuchte, ein spannungsreiches, einfaches, lässiges Design zu kreieren. Das Äußere hat keine Design-Plattitüden, sondern versucht durch Minimalisierung und Schönheit im Detail die Komplexität des synergetisch Vereinfachten widerzuspiegeln.

Es ist vermessen zu glauben, eine Tischleuchte könne als Designelement all diesem entsprechen. Vielmehr sind es die wenigen großen Ideen, die ein Produkt unverwechselbar machen.

1.    Erst die Spannung des Konstruktionsprinzips, ermöglicht die entspannende Wirkung des äußeren Erscheinungsbildes.
2.    Erst in der Einfachheit wird die Logik und die Richtigkeit, aber auch der Aufwand des Prozesses des Vereinfachens deutlich.

Wo die Erscheinung und Funktion eindeutig ist, bedarf der Mensch einer Entsprechung, die seine Stimmung und Empfindsamkeit berührt. Bei der Gestaltung des Fußes ist dem Rechnung getragen. Das Fußelement ist wie ein lieber Gegenstand, der mit anderen lieben und wertvollen Kleinigkeiten auf dem Schreibtisch steht und darüber hinaus auch noch eine Funktion hat.


ILLUSTRATION: INGRID FLOHRY, DÜSSELDORF

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